Epil - Europäisches Projekt für Interreligiöses Lernen

EPIL - Europäisches Projekt für Interreligiöses Lernen
Europäisch
Das Europäische Projekt für Interreligiöses Lernen geht von der Annahme aus, dass Religion eine wichtige Dimension menschlicher Identität ist. Europa ist ein multireligiöser Kontinent, wo Menschen daran arbeiten, historische Feindschaften zwischen den Religionen zu überwinden und neue Formen eines friedlichen und konstruktiven Zusammenlebens zu entwickeln.
Prozessorientiert
EPIL lädt zu einem speziellen Lernprozess ein, einer sorgfältig abgewogenen Mischung von akademischem Lernen, lebendigen Begegnungen mit Menschen und Gemeinden, Dialogtraining und Teilnahme an religiösem und kulturellem Leben. Die Vorbereitung und Nacharbeit zu den fünf Modulen findet in nationalen Lerngruppen statt. Sie sollen dazu beitragen, EPIL in den sechs Partnerstädten zu verankern.
Innovativ
EPIL ist innovativ. Es setzt Schwerpunkte und konzentriert sich:
• auf eine beschränkte Anzahl von Städten, wodurch eine intensive Nacharbeit möglich ist
• auf Frauen, die oft die Hauptverantwortung für die Gestaltung des Alltag tragen und so zu einer Kultur des Friedens beitragen können
• auf die Beziehungen zwischen Christinnen und Muslimas, einem Feld potentieller Missverständnisse und Konflikte
• auf Teilnehmerinnen, die in interreligiösen und interkulturellen Umfeldern leben und arbeiten (Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Mitarbeiterinnen religiöser Gemeinschaften, medizinisches Personal, Medienschaffende, Polizistinnen, etc).
Langfristiges Lernen
Der EPIL Studiengang ist als Reise College organisiert. Die fünf Module führen die Teilnehmerinnen an Orte, wo spezifische Probleme bestehen und Menschen nach kreativen Lösungen suchen.
 
WER STEHT HINTER EPIL?
EPIL ist ein internationaler, in der Schweiz eingetragener Verein, der aus einem Kooperationsprojekt zwischen dem Ökumenischen Rat der Kirchen, Genf und dem Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern, Schweiz entstanden ist.
Von 2002-2009 hat EPIL bereits zwei erfolgreiche Pilotprojekte durchgeführt, die von einem breiten Spektrum von Sponsoren aus verschiedenen europäischen Ländern, dem mittleren Osten und Asien unterstützt wurden.
EPIL-Vorstand
Präsident: Prof. Dr. Ulrich Becker, Hannover
Vizepräsidentin: Azra Ceric, Sarajewo
Vorstand: Dr. Emel Brestrich-Topcu, Türkei; Dr. Dima Dabbous, Beirut; Catherine Gyarmathy, Zürich; Pfrin. Barbara Heyse-Schaefer, Wien; Dr. Manuela Kalsky, Nijmegen; Pfr. Walter Lüssi, Boldern
Projektkodirektorinnen: Teny Pirri-Simonian, M.Sc., Genf; Dr. Reinhild Traitler-Espiritu, Zürich
Ein internationales, interdisziplinäres Team von Pädagoginnen, christlichen und muslimischen Theologinnen sowie Dialogexpertinnen leitet den Prozess.
 
Weitere Infos unter www.epil.ch
 
Durchführende Organisationen in Österreich
Anima – Bildungsinitiative für Frauen
Evangelische Akademie Wien
Forum Muslimischer Frauen
Katholische Frauenbewegung Österreich
KoordinationEvangelische Frauenarbeit in Österreich
Lerngruppen
Zwischen den Modulen wird in lokalen Lerngruppen, begleitet von einem islamisch-christlichen „Akademicteam“, das Erlernte und Erlebte aufbereitet. Das College schließt mit einer Diplomarbeit ab.